Strom und Energie für Pirmasens
Die Windkraftanlage
Eine Windkraftanlage, im allgemeinen Sprachgebrauch als Windrad bezeichnet, wandelt die Bewegungsenergie des Windes in Strom um. Die Windströme setzen die Rotorblätter in Bewegung, welche ihrerseits einen Generator antreiben, der dann diese Rotationsenergie in elektrischen Strom umwandelt.Bauformen
Es gibt verschiedene Bauformen der Windkraftanlage, die je nach Standort und Bedingungen unterschiedliche Ergebnisse erzeugen können. WKAs mit horizontaler Drehachse sind diejenigen, die sich mittlerweile durchgesetzt haben und weltweit am häufigsten verwendet werden. Sie sind die Windräder mit den meistens drei Rotorblättern, die man in Deutschland fast ausschließlich finden kann. Allerdings gibt es auch Windkraftanlagen mit einer vertikalen Drehachse, bei denen die Rotorblätter also parallel zum Boden angebracht sind. Sie sind zwar weit weniger populär, haben aber doch einige Vorteile, wie zum Beispiel, dass sie Turbulenzen besser tolerieren können, weniger laut sind und dass die Rotorblätter von der Schwerkraft immer gleich belastet werden, was Schwingungen und Materialverschleiß verhindert. Allerdings ist ihr Wirkungsgrad sehr viel niedriger als der von horizontalen WKAs, weswegen sie kaum genutzt werden.Wie eigentlich jede Energiequelle, entstehen auch bei Windkraftanlagen Wechselwirkungen mit der Umwelt. Viele von diesen sind allerdings ästhetischer Natur, also z.B. das Landschaftsbild und der Schattenwurf, und stehen daher kaum im Verhältnis zu radioaktivem Abfall, Kohlenstoffdioxidausstoß oder ähnlichem. Die Auswirkungen, die Windkraftanlagen auf die Tierwelt haben, sind hingegen weniger vernachlässigbar. So ist z.B. seit längerem bekannt, dass Fledermäuse und Vögel an Windkraftanlagen verunglücken können. Daher werden verschiedene Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet. An gefährdeten Standorten werden keine neuen WKAs gebaut, vorhandene werden zu bestimmten Jahreszeiten oder bei bestimmten Witterungsbedingungen abgeschaltet und neue WKAs haben häufig eine langsamere Rotorbewegung, was sie für die Flugtiere kalkulierbarer macht.